Die Triennale Brügge 2021 gibt Daten und Namen der teilnehmenden KünstlerInnen und ArchitektInnen von TraumA bekannt, der dritten Ausgabe des Kunstparcours

Die Triennale Brügge 2021 gibt Daten und Namen der teilnehmenden KünstlerInnen und ArchitektInnen von TraumA bekannt, der dritten Ausgabe des Kunstparcours


Vom 8. Mai bis 26. September 2021 wird Brügge erneut Gaststadt für zeitgenössische Kunst und Architektur. Während der dritten Ausgabe der Triennale Brügge, eines im Dreijahresrhythmus stattfindenden Kunstparcours, präsentieren zwölf KünstlerInnen und ArchitektInnen zeitlich neue Installationen im historischen Zentrum der Weltkulturerbestadt. Das übergreifende Thema der dritten Triennale lautet TraumA. Damit wird der inhaltliche Schwerpunkt vom öffentlichen Raum auf die verborgenen Seiten der Stadt verlagert.

Die Triennale Brügge ist ein thematischer Kunstparcours mit Werken von KünstlerInnen und ArchitektInnen im öffentlichen Raum. Die Triennale Brügge 2021 hat sich für einen vielstimmigen Diskurs entschieden, der Raum für Schönheit und Fantasie, für LICHT und Schatten sowie umfangreiche Möglichkeiten der Partizipation bietet. 

TraumA untersucht den unterschwelligen Raum subjektiver Stadterfahrung, die sich aus Gegenwart und Vergangenheit, aus Traum und Albtraum speist. Die Triennale Brügge 2021 versucht den Balanceakt zwischen dem Sichtbaren und dem Verborgenen, zwischen Privatem und Öffentlichem.  Das Thema nimmt zugleich Bezug auf das symbolistische Image von Brügge als tote Stadt – als Bruges-la-Morte – im neunzehnten Jahrhundert. 

Das Kuratorenteam besteht aus Till-Holger Borchert, Santiago De Waele, Michel Dewilde und Els Wuyts die zwölf KünstlerInnen und ArchitektInnen – darunter drei BelgierInnen – eingeladen haben, um TraumA eine ganz eigene Gestalt zu geben. 

Eingeladene KünstlerInnen und ArchitektInnen:

  • Amanda Browder (US)
  • Nadia Kaabi-Linke (TN/UKR/DE)
  • Jon Lott (US)
  • Joanna Malinowska (PL/US)
  • Nadia Naveau (BE)
  • Nnenna Okore (US/NIG/AUS)
  • Henrique Oliveira (BR)
  • Hans Op de Beeck (BE)
  • Laura Splan (US)
  • Gijs Van Vaerenbergh (BE)
  • Adrián Villar Rojas (AR)
  • Héctor Zamora (MX)

Die selektierten Künstler sorgen mit ihren Werken für skulpturale und architekturale Interventionen, die auf die Komplexität, Vielseitigkeit und Dynamik von Brügge Bezug nehmen. Sie richten den Blick hinter die Kulissen und erkunden, was sich in Hinterhöfen und auf Baustellen dieser scheinbar perfekten Stadt abspielt. Die zeitlich-ephemären Kunstwerke treten in Dialog mit der Stadt, deren BewohnerInnen und BesucherInnen. Dass einige Werke die Bewohner von Brügge in den kreativen Entstehungsprozess einbeziehen, macht die Geschichte nur noch spannender. 


Kuratorenstatement:

TraumA fügt wirklichen öffentlichen oder privaten Räumen, welche während der vorherigen Triennalen erkundet wurden und durch temporäre Kunstwerke neue (Be)Deutungen erhielten, eine weitere Dimension hinzu: die des gefühlten Raums, in dem Gegenwart und Vergangenheit, Traum und Albtraum die Subjektivierung der Stadterfahrung einfordern und, gründend auf dem Imago von Bruges-la-Morte als einer symbolistischen Stadt avant la lettre, zugleich auch die Wahrnehmung von Brügge in Frage stellen.

TraumA, die Triennale Brügge von 2021, ist vielstimmig und mehrdeutig; TraumA regt Fantasie und Sinne an und verhandelt die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Raum aufs Neue. Der Parcours lässt die unterschiedlichen Facetten von Brügge sehen und schafft Raum für Experiment und Reflektion; es ist eine Reise hinter die Kulissen touristisch-urbaner Inszenierung. Wiederum ist die Poortersloge der Mittelpunkt, in der eine Ausstellung die Thematik vertiefend behandelt. 

Die teilnehmenden KünstlerInnen und ArchitektInnen sind gefordert, die unsichtbaren Dimensionen des Zusammenlebens in Frage zu stellen. Historische Bedeutungslagen werden entdeckt, vergessene bzw. versteckte Erzählstränge freigelegt. Es wird auf Fantasie, auf historische Pracht, aber auch auf das „Unheimliche“ Bezug genommen, das unterschwellig in der Stadt anwesend ist.


Bürgermeister Dirk De fauw:

Unsere Stadt bezieht ihre Vitalität und ihren Zauber traditionell aus ihrer Rolle als Wegbereiterin von Kultur. Mit dem Ehrgeiz, im kulturellen Bereich tonangebend zu bleiben, geben wir mit der Triennale Brügge zeitgenössischer Kunst und Architektur eine Bühne. Die beiden vorigen Triennalen haben demonstriert, dass Brügge zeitgenössische KünstlerInnen und DesignerInnen aus der ganzen Welt nachhaltig zu inspirieren vermag. Im Jahr 2015 war Brügge vorübergehend eine imaginäre, fließende Megalopolis, und der „the Bruges whale“ oder Skyscraper des Jahres 2018 hat sich als ikonisches Bild auf unserer Netzhaut eingebrannt. Mit der dritten Triennale Brügge wagen wir es, die Stadt zu entkleiden – wir schauen hinter die ehrwürdign Fassaden und ermöglichen es den EinwohnerInnen und BesucherInnen von Brügge, alle, auch die dunkleren Schichten der Stadt zu entdecken. Das erfordert Mut, aber dazu sind wir bereit.

Obwohl Brügge für Viele ein Traumziel ist, gibt es in dieser malerischen Welt auch Armut, Einsamkeit und Angst. Brügge ist mehr als die perfekte Kulisse, die wir von Reiseführern und Ansichtskarten kennen. Die Triennale Brügge 2021 geht den Schattenseiten von Brügge nicht aus dem Weg. Mittels künstlerischer und architektonischer Eingriffe trägt TraumA – Triennale Brügge 2021 – ihren Teil zur Imagebildung der Stadt bei. Die Triennale Brügge 2021 geht über das Sichtbare hinaus und bietet einen Blick unter die Oberfläche einer fragilen Stadt.

Der Kulturstadtrat Nico Blontrock:

Noch nie waren kulturelle Begegnungen so wichtig wie jetzt. Die Stärke der Kultur ist die Stärke von Brügge. Die Triennale Brügge 2021 bietet mit ihrem künstlerischen, kulturellen und architektonischem Programm Perspektiven. Wenn wir nach der erzwungenen Stille von 2020 Brügge mit einem soliden Programm und internationalen Talenten wieder die Sprache sprechen lassen, die unserer Stadt eigen ist, nämlich die Sprache der innovativen Kulturschöpfung, wird die Wirkung beachtlich sein.


ÜBER DIE TRIENNALE BRÜGGE 2021: TraumA

Die Triennale Brügge bringt alle drei Jahre zeitgenössische Kunst und Architektur in den historischen Stadkern von Brügge mit seinem einzigartigen Setting als UNESCO Weltkulturerbe. 

Die Triennale Brügge setzt seit 2015 die Tradition der Brüggr Triennalen aus den Jahren 1968, 1971 und 1974 fort, die sich der zeitgenössischen Bildenden Kunst widmeten und für die öffentliche Akzeptanz moderner Kunst in Belgien von großer Bedeutung waren. Seit 2015 werden alle drei Jahre mehrere (inter)nationale KünstlerInnen und ArchitektInnen von den Kuratorn eingeladen, für einen begrenzten Zeitraum neue Interventionen zu kreieren. Jeweils etwa zehn Installationen stehen im Dialog mit der Umgebung, den Kanälen, den Straßenpflastern, den beschaulichen Häusergiebeln oder dem brachliegenden Terrain. Für die BesucherInnen ist es stets eine sommerliche Entdeckungsreise längs eines einzigartigen gastfreundlichen Parcours, der sich einem größeren gesellschaftlich relevanten Thema widmet.

Die Triennale Brügge ist eine Veranstaltung von Brugge Plus, Musea Brugge, Kenniscentrum en Cultuurcentrum Brugge im Auftrag der Stadt Brügge.


Triennale Brügge 2021: TraumA
8. Mai – 26. September 2021
Brügge
triennalebrugge.be

Weiteres Informations- und Bildmaterial auf Anfrage: 
Albane Paret — Club Paradis
0032 476 57 37 82 — albane@clubparadis.be


TraumA_Triennale_DE_Final.pdf 188 KB

 

 

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